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Eine schlimme Situation führt oft auch dazu, Vorgehensweisen zu überprüfen, zu Überdenken und neue Chancen zu packen und zu realisieren.

Die Zeit von Corona hat Vieles in Frage gestellt.


Die globalisierten Beschaffungssysteme und deren Möglichkeiten sind mit der Pandemie an Grenzen gestossen, über deren Konsequenzen wir uns kaum jemals Gedanken gemacht hatten..
Seit geraumer Zeit stellte ich aber auch fest, dass es zunehmend schwieriger wurde, in einer Metzgerei des Vertrauens, einer Bäckerei oder gar einer Käserei einzukaufen, welche grösstenteil selber oder  ausschliesslich im eigenen Betrieb Produkte herstellt.
Entwerder war der Einkauf mit extrem langen Wegen verbunden oder viele Angebote, leider heute auch in Kleinbetrieben, stammen ursprünglich aus grossen Industriebetrieben, welche Standardprodukte anbieten, die alle gleich schmecken. Convenience nennt man das. Oder auf gut Berndeutsch "Essen für bequeme Leute"

Wo sind die herrlich duftendenen Brote und Kleingebäcke geblieben, deren Aromen uns vor vielen Jahren beim Betreten der Bäckerei oder der Konditorei abgeholt haben?
Wo ist der unvergessliche Rauchgeschmack der "Buurehamme", des Specks und der Landjäger aus den ländlichen Regionen stecken geblieben, der uns als Kinder in unsere Nasen strömte und uns ins Staunen versetzte?
Wo bleibt der Duft des feinen Sonntagsbraten mit Kartoffelstock, welcher uns am Sonntagvormittag am Ausschlafen hinderte und den Bauch zum knurren brachte?

Weg mit dem Brunch.... Speck und Eier zum Frühstück sind längst out. Wir sind keine Amerikaner.
Zurück zum Sonntagsbraten!!
Das MIttagessen darf mit Kaffee und Kuchen auch sehr geren bis in den Nachmittag hinein andauern. Da finden dann vielleicht sogar wieder interessante Gespräche am Familientisch statt oder es wird gar wieder einmal gemeinsam ein Spiel gespielt.
Was wäre, wenn plötzlich der Fernseher und das Handy für ein paar Stunden verstummt?
Undenkbar nicht?

Mit dem Lockdown auf Grund von Corona, fand bei mir ein Umdenken statt.
Dieses Umdenken begann bereits während meiner beruflichen Selbständigkeit und hat nichts mit meiner Pension gemeinsam.

Brot herstellen wie früher, mit rustikalem Mehl aus der Kleinmühle. Wenig Hefe, dafür lange Triebführung.
Keine Zusatzsstoffe, Aromen durch Geduld entstehen lassen. Nicht auf Grund von Zugaben von Hilfsmitteln.


Wurst, in der Fleisch, ein Minimum an Fett und möglichst wenig oder gar keine Zusatzstoffe verarbeitet werden herstellen. Das Fleisch dort kaufen wo ich weiss wo es herkommt. Selber verarbeiten, damit ich weiss, was drin ist.
Selber Reifen lassen, Räuchern und trocknen lassen.
Für diese Eigenproduktion habe ich mich sukzessive eingerichtet. Schauen Sie hier rein...